Herbst-Konzert im Kursaal Bad Cannstatt

aus der Cannstatter Zeitung vom 26.10.2018:

Am Sonntag, den 14. Oktober 2018 veranstaltete der 1. Handharmonika-Club Bad Cannstatt sein jährliches Herbstkonzert im Großen Kursaal. Gleich zu Beginn stand der erste Höhepunkt auf dem Programm: Marc Delpy begeisterte mit französischen und internationalen Chansons, wobei er sich auf der Gitarre begleitete, brillant unterstützt auf dem Akkordeon von Franco Ferrero. Viel Beifall erhielt auch die anschließend aufspielende Spielgruppe Mühlhausen des Vereins, die mit volkstümlichen Melodien und Liedern die Herzen des Publikum eroberte.

Nach der Pause kam des erste Orchester zum Zug, dieses hatte sein Programm gut auf die vorwiegend älteren Zuhörer abgestimmt. Für Abwechslung sorgte bei teils gefühlvollen, teils schwungvollen Musikstücken der solistische Einsatz von Mundharmonika und Saxophon. Zum Abschluss gab es noch eine Gesangseinlage des musikalischen Leiters Walter Krebs, begleitet von beiden Ensembles des Clubs.

Das Publikum dankte den Musikanten mit herzlichem Applaus für den gelungenen Konzert-Nachmittag. Den nächsten öffentliche Auftritt wird das 1. Orchester des HHC am 3. Februar 2019, ebenfalls im Großen Kursaal, im Rahmen des Gemeinschaftskonzerts der Cannstatter Musikvereine (VCV) haben.

Walter Krebs mit dem Lied „Ich wart' auf dich", begleitet von den Akkordeonisten des HHC
Das Duo FOR-ME-DABLE mit Marc Delpy und Franco Ferrero

Jahresausflug 2018

Nachdem wir bei unseren Vereinsausflügen schon die halbe Welt bereist haben (soweit sich diese innerhalb der Grenzen vom Ländle befindet), sollte nun einer der noch wenigen weißen Flecken auf der Landkarte getilgt werden: Die Stadt Stuttgart selbst, so hatte es die Vereinsleitung beschlossen, sollte im Mittelpunkt stehen. Dabei bot es sich an, die Busse der Stuttgart-Citiytour in Anspruch zu nehmen. Mit dem schönen neudeutschen Begriff „Hop on, hop off" ist gemeint, dass auf den Rundkursen der Busse an bestimmten Punkten mit besonderen Sehenswürdigkeiten ausgestiegen werden kann, und die Tour nach erfolgter Besichtigung eine Stunde später mit dem nächsten Bus fortgesetzt werden kann, da die Busse im Stundentakt ihre Runden drehen.
Treffpunkt war am i-Punkt Hauptbahnhof, wo die Busse zur „grünen Tour", die im Süden angesiedelt ist, und zur „blauen Tour", die eher im Norden und Osten beheimatet ist, starten. Los ging's um 11 Uhr auf dem Oberdeck des Busses zur grünen Route, über Villa Reitzenstein, Fernsehturm, Zahnradbahnhof Degerloch, Waldfriedhof mit Seilbahn, Marienplatz und nach einem Abstecher in den Westen,vorbei an der Karlshöhe und Lindenmuseum, zurück zum Ausgangspunkt. Informiert wurden wir über das, was da gerade außen an uns vorbei zog, wie zünftige Touris über Kopfhörer in den wichtigsten Sprachen der Welt, von denen selbstverständlich Schwäbisch unsere allererste Wahl war. Für alle von uns war, neben einigen Anekdoten, da auch manches Neue oder Vergessenes über unsere Stadt dabei.
Inzwischen war es Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause, und dafür waren für unsere Gruppe zwei Tische im Schönbuch-Bräu, Nähe Schlossplatz, reserviert. Bei einem ausgezeichneten frischen Bier, schmackhaftem Essen und angeregten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Bis zum nächsten Programmpunkt war noch etwas Zeit, und die konnte man nutzen, um sich auf dem historischen Volksfest, welches gerade auf dem Schlossplatz gastierte, umzusehen. So manche Attraktionen, die die Älteren in ihre Kindertage zurück versetzte, gab es da zu bestaunen: einen Flohzirkus, die Wahrsagerin Madame Odessa, den Quacksalber Dr. Mantrax und die Dame ohne Unterleib, um nur einige zu nennen.
Um 15 Uhr hatten wir eine Verabredung mit Frau Schwätzele, die uns, mit Besen, Eimer und Kehrwisch bewaffnet, vom Alten Waisenhaus aus durchs Bohnenviertel führte. Nicht nur beschlagen in Sache Kehrwoche, auch in der Geschichte und den Geschichten unserer Stadt kannte sie sich aus und brachte diese mit Witz an den Mann beziehungsweise an die Frau. Dafür mussten wir ihr - nicht immer ganz freiwillig - ab und zu ihren Besen, ihren Eimer oder sonst etwas aus ihrem Arsenal abnehmen.
Schließlich um 16 Uhr wieder am Schlossplatz angelangt, gab es noch die Möglichkeit, die blaue Runde der Citytour mitzumachen, und das hat sich auch der größte Teil unserer Gruppe nicht entgehen lassen. Das Wetter war inzwischen so sonnig und warm geworden, dass die Busse, die wenn's geht mit offenem Oberdeck fahren, dieses eigentlich auch hätten aufziehen können. Die Fahrt ging diesmal über den Stuttgarter Osten, vorbei am Schweinemuseum, Mercedes-Benz-Museum, über den Neckar, weiter über's Cannstatter Römerkastell, den Burgholzhof, Killesberg, Birkenwaldstraße und zurück zum Hauptbahnhof, wo wir uns, inzwischen leicht erschöpft, voreinander verabschiedeten. Mal was ganz anderes - und das wird vielen von uns noch lange in guter Erinnerung bleiben.