Herbst-Konzert im Kursaal Bad Cannstatt

Aus der Cannstatter Zeitung vom 21.10.2016:


HHC Bad Cannstatt - Gelungenes Herbstkonzert

Am Sonntag, den 16. Oktober hatte der 1. Handharmonika-Club Bad Cannstatt 1930 e.V. zu seinem alljährlichen Herbst-Konzert, das unter der Gesamtleitung von Walter Krebs stand, eingeladen. Besonders erfreulich für den Veranstalter war der große Zuspruch der Konzertbesucher, der dafür sorgte, dass es im Großen Kursaal an diesem Abend keine freien Plätze mehr gab.

Die Einstimmung übernahm die Spielgruppe Mühlhausen mit einem Strauß bunter Melodien, angesiedelt zwischen Klassik und Volksmusik. Als nächstes hatten die „Silver Harps" aus Rommelshausen mit ihren Mundharmonikas ihren Auftritt. Von Beginn an spielte sich diese 15-köpfige Gruppe, deren Namensgebung von der silbernen Haarfarbe ihrer Mitglieder inspiriert war, mit ihrer flotten und gekonnten Vorstellung in die Herzen des Publikums. Was nicht zuletzt auch den launigen Ansagen ihres Leiters Walter Krebs zu verdanken war, welcher die Gruppe auf seinem kleinen Akkordeon unterstützte und begleitete.

Nach der Pause gestaltete das 1. Orchester des Vereins den weiteren Verlauf des Konzerts. Standen am Anfang populäre Werke der Klassik von Rossini und Bizet sowie eine reizvolle Verquickung eines Bach-Präludiums mit einem neuzeitlichen Tango auf dem Programm, folgte in der zweiten Hälfte eine von den Zuhörern begeistert aufgenommene Zusammenstellung berühmter Wiener Melodien, gefolgt von einem aktuellen Titel von Udo Jürgens. Ein eher besinnliches Musikstück, zu dem sich alle Musiker des Abends auf der Bühne einfanden, beschloss das Konzert.

Zuhörer und Vereinsmitglieder zeigten sich am Ende sehr angetan von diesem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend. Seinen nächsten öffentlichen Auftritt wird das 1. Orchester des Handharmonika-Clubs am 27. November haben. Er findet ebenfalls im Großen Kursaal im Rahmen des Gemeinschafts-Konzerts der Cannstatter Musikvereine statt.

Zum VCV-Konzert am 29.11.2015 lesen Sie hier den Bericht aus der Cannstatter Zeitung vom 1.12.2015

Jahresausflug 2016

Es war schon recht kühl, am Montag den 3. Oktober um 7 Uhr 15 morgens, als sich die Teilnehmer des diesjährigen Vereinsausflugs auf dem Parkplatz am Max-Eyth-See sammelten, um auf ihren Bus zu warten. Der kam auch pünktlich, und schon wenig später ging die Reise (nach einer kurzen Rundfahrt durchs nördliche Bad Cannstatt) erst über die A 81, dann Balingen und Ebingen nach Sigmaringen. Inzwischen hatten sich die Wolken weitgehend verzogen, und die Sonne versuchte gegen die immer noch kühle Morgenluft anzukommen. Schon vom Bus-Parkplatz aus grüßte das eindrucksvolle Sigmaringer Schloss mit seinen Zinnen und Türmen, welches über kurzem Fußweg durch das romantische Städtchen zu erreichen war.
Um 10 Uhr begann die rund einstündige Führung mit unserem kompetenten, gut schwäbischen Führer, der sich viel Zeit ließ, geduldig auf alle Fragen Antwort gab und auch gut gelaunt von allerlei Merkwürdigkeiten und manchem Wissenswerten zu berichten wusste. Das Schloss, welches über 400 Räume und Zimmer umfasst, steht zwar auf uralten Fundamenten, wurde aber nach zahlreichen Erweiterungen und Umbauten in seiner heutigen Form erst 1902 endgültig fertiggestellt, wobei die älteren Gebäudeteile stilistisch angepasst und überarbeitet wurden, um ein einheitliches Bild zu erzielen. Der Baustil orientiert sich dabei, obwohl man inzwischen das 20. Jahrhundert schrieb, an der Vorstellung eines.mittelalterlichen Bauwerks. Innen konnte man prunkvolle Räume, beeindruckende Säle, aber auch für die damalige Zeit recht moderne sanitäre Einrichtungen bestaunen. Sehenswert ist nicht zuletzt die Waffen- und Rüstungs-Sammlung, die unzählige Exponate aus mehr als 5 Jahrhunderten Kriegshandwerk umfasst. Alles in allem eine äußerst lohnenswerte Besichtigung.
Nun war es an der Zeit für eine Stärkung. Zu diesem Zweck wurde der Gasthof Traube aufgesucht, schön gelegen in der Fußgängerzone direkt neben dem malerischen historischen Rathaus. Eine gute Wahl, schnelle und freundliche Bedienung, schmackhafte Speisen, gutes Bier und Wein sowieso, und auch über die Preise gab es nichts zu klagen.
Durch das Tal der jungen Donau ging es weiter zum Kloster Beuron. Die circa 30 km lange schmale Straße, gesäumt von senkrechten Felswänden, ist mit Sicherheiten die schönste und interessanteste im Land. Am Kloster bot sich die Gelegenheit, sich von der Ruhe und Ausstrahlung der Klosterkirche St. Martin und dem Kloster-Friedhof vor dem Hintergrund der in der Herbstsonne leuchtenden Kalkfelsen verzaubern zu lassen:
Die letzte Etappe des Ausflugs bestand in der Auffahrt zum Knopfmacherfelsen, einem Aussichtspunkt von nur wenigen Quadratmetern Größe hoch über dem Tal. 150 m senkrecht über der Talsohle bot dieser einen atemberaubenden Ausblick sowohl in das Tal als auch auf die gegenüberliegenden Felswände, gekrönt von der kleinen Burganlage Schloss Bronnen. Auch die Gelegenheit, sich vor der Heimreise im nahegelegenen Berghaus Knopfmacherfelsen bei Kaffee und Kuchen noch einmal zu stärken, wurde von den Ausflüglern gern wahrgenommen.
Es dämmerte schon, als wir durch das schöne Tal der Bära über Tieringen, dann auf der B 27 über Balingen und Tübingen sicher und bequem von unserem Fahrer Ralf heimwärts gebracht wurden, bis wir schließlich um 7 Uhr abends wieder am Ausgangspunkt ankamen. Fazit: Ein rundum gelungener, interessanter Ausflug. Herzlichen Dank an die Organisatoren der Vereinsleitung!